Die Ident-Objekte verbinden die Sicht der Instandhaltung auf Baugruppen und Komponenten mit der materialwirtschaftlichen Betrachtung der Teile und ihres Lebenslaufes.
Komponenten und Baugruppen werden während der Lebenszeit des Assets getauscht bzw. ein- und ausgebaut. Aus Sicht der Instandhaltung ist die Wartungshistorie und die Wartungszyklen der Komponenten von Interesse. Außerdem möchte der Instandhalter wissen, wann eine Komponente wo eingebaut war. Eine weitere Fragestellung ist, welche Komponenten in einem Equipment (Asset) im Laufe der Zeit verbaut waren. Deshalb werden Komponenten und Baugruppen im GS als Objekte der Betriebsführung angelegt. Über die Funktion „Objekt verschieben“ wird eine Historie zu den Objekten aufgebaut.

Abb.: Objekthistorie
Über das Inventar können Lagerteile (Material) dem Objekt zugeordnet werden. Es kann Material aus dem Lager zum Objekt zu gebucht werden oder Inventar des Objekts wieder eingelagert werden. Auch hier existiert ein Lebenslauf für das einzelne Teil.

Abb.: Lebenslauf des Inventars
Der Logistiker kann anhand des Lebenslauf ermitteln, wann ein Ersatzteil eingekauft wurde, wie lange die Gewährleistung besteht und wo das Teil bereits verwendet wurde.

Abb.: Charge des Artikels Feuerlöscher
Problematisch ist der Übergang zwischen der Materialwirtschaft und dem Asset Management (Betriebsführung). Beim Auslagern von Teilen und Einbauen der Komponenten in die Equipments war es bisher erforderlich Informationen doppelt und händisch zu erfassen. Ebenso konnte beim Ausbau und Wiedereinlagern von Teilen (Reparatur etc.) Informationen der Instandhaltung verloren gehen. Bedingt durch die unterschiedlichen Rollen der beteiligten Personen (Instandhalter, Logistiker) stehen diese Informationen im Prozess auch nicht immer zur Verfügung.
Ziel der Erweiterung von GS um Ident-Objekte ist es, die Prozesse Auslagerung und Einbau sowie Ausbau und Einlagerung soweit zu automatisieren, dass es zu keinem Informationsverlust mehr kommt.